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Schön Zu Wissen

6. November 2010

Schön zu wissen
 

Sarajewo ist eine Universitätsstadt und hat 40.000 Studentinnen und Studenten, die aus jeder Bevölkerungsgruppe des Landes stammen
 

Es gibt Kinderbetreuung wie Krippen und Kindergärten sowie Schulpflicht. Das Schulsystem ist allerdings stark veraltet und bedarf einer neuen Struktur. Der Frontalunterricht ist immer noch an der Tagesordnung.
 

Das Land Bosnien Herzegowina mit dem Regierungssitz in Sarajewo hat aufgrund des Dayton Abkommens 3 Präsidenten (aus jeder ethnischen Bevölkerung einer Bosnien, Serbien, Kroatien) und immerhin 13 Bildungsminister. Der Verwaltungsapparat ist demnach ziemlich aufgebläht.
 

Expedition in das grüne Herz Sarajevos

6. November 2010

Was machen die Einwohner Sarajevos in Ihrer Freizeit, und welches sind Ihre Lieblingsplätze weg von den historischen oder „touristischen“ Zielen?

Um dieser Frage nachzugehen befragten wir einige Bewohner der Stadt nach Ihren Lieblingsplätzen und Aktivitäten.
Die Einwohner haben eine  recht genaue Vorstellung von dem was sie in ihrer Freizeit machen wollen. Im Vordergrund stehen sicherlich das Ausspannen von der Arbeit, das gemeinsame Vergnügen am Abend in Kneipen oder Cafes und nicht zu vergessen der Ausflug in das „Grüne“. Und das „Grüne“ steht hier für den Park „Vrelo Bosne“! Dieser Ort wurde uns sehr häufig genannt und daher war das auch unser Ziel: Nach einer Fahrt von ca. 20 Minuten mit dem Taxi (oder nach ca. 30 min. mit der Nummer  3 der Straßenbahn bis zur Endstation) befinden wir uns vor den Toren Sarajevos.  Dort angelangt liegt vor uns das Ausflugerlebnis zum „Vrelo Bosne“ Park. Umgeben von Gross- und Kleinfamilien, Pärchen, Gruppen, Jugendlichen, Älteren machen wir uns an einem Vorpark mit mehreren Hotels, Cafes und kleinen Ständen auf den Weg.  Die lange Allee, die zum Park führt, lässt uns manch mal daran zweifeln, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind.  Doch neben dem kontemplativen Fußweg bietet sich auch die Pferdekutsche zur Überwindung der Strecke an.
 

Mit seiner teilweisen künstlichen teilweise schroffen Schönheit kann der Park begeistern. Erstaunlicherweise sind hier jung und alt gleichermaßen anzutreffen, die die buchstäbliche Ferne (sowohl örtlich als auch geistig) von Sarajevo auf jeweils ihre Art genießen.
 
Touristen sieht  man wirklich wenig – es ein Geheimtipp, den sonst nur die Einwohner von Sarajevo kennen.

Vielen Dank an unsere Tippgeber.

Ein bewegtes bosnisches Leben

6. November 2010

Ein bewegtes bosnisches Leben
 

Der 75-jährige Geschäftsmann Beco Cengic schaut auf ein sehr bewegtes Leben zurück. Sein Leben war geprägt von viel Arbeit. Er ließ sich weder vom Erfolg blenden noch von Rückschlägen entmutigen. Im Erfolg und in der Niederlage hat er sich immer wieder nach neuen Wegen umgesehen.
 

Jahrelang war er für große kroatische und internationale Unternehmen im In- und Ausland tätig. Er v. a. im arabischen Teil Afrikas und Asiens tätig und begleitete dabei viele Großprojekte. Beispielhaft seien hier zwei Flughäfen im Irak genannt.
 

Eine wichtige Erkenntnis aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist, dass man Geschäfte immer in der Sprache der jeweiligen Geschäftspartner machen sollte. Er selbst beherrschte neben seiner Muttersprache mit Arabisch, Französisch, Englisch und Deutsch mehrere Sprachen. Er sagt: “Geld nützt nur etwas, wenn man es klug einsetzt und damit arbeitet.”
 
Bei seiner Arbeit achtet er immer auf höchste Qualität. Das bezieht sich auf alles in seinem Geschäftsleben, d. h. sowohl Produkte und Technologien als auch auf die Qualität seiner Mitarbeiter. Dabei investiert er auch selbst erheblich in die Ausbildung der Mitarbeiter. Qualität in allen Bereichen sind für ihn Grundlage seiner Geschäfte.
 
Er ist ein vielseitig interessierter Mensch, der immer auf der Suche nach Neuem war und ist. Er betreibt mit seiner Familie ein Netz von vier Tankstellen. Auch hierbei war er jederzeit auf höchste Qualität bedacht. Er gibt sich nicht mit Minimalqualität zufrieden sondern bietet nur Treibstoff mit europäischem Qualitätsniveau an. Dies hat z. B. dazu geführt, dass er Lieferverträge mit der UNO und der Polizei hat.
 

Das Tagesgeschäft hat er schon an seine beiden Söhne abgegeben, begleitet aber immer noch besondere Projekte.
 

Und weil das alles noch nicht reicht, hat er eine neue Geschäftsidee.
Die basiert auf folgenden Paradoxon:
Bosnien ist ein sehr wasserreiches Land und importiert Trinkwasser aus Vietnam. Wer soll das auch verstehen…?
 

Was liegt da näher als eine eigene Mineralwasserfirma aufzubauen?
Er beabsichtigt nur die besten Produktions- und Abfüllanlagen einzusetzen. Dazu wird systematisch-strategisch vorgegangen. Den Brunnen hat er bereits erschlossen. Die Wasserqualität erhielt bereits eine Zertifizierung aus Deutschland.
Seine Anlagen bezieht er über Kontakte, die er auf der Münchner Getränkemesse geknüpft hat. Auch hier wird konsequent auf höchste Qualität geachtet.
Aber es geht nicht nur um die „Hardware“ sondern im gleichen Maße auch um die Software, also die Ressource Mensch. Herr Cengic hat die zwei besten Universitäts-Absolventen aus dem Bereich Maschinenbau eingestellt und investiert bereits heute in deren weitere Qualifizierung. Die beiden Mitarbeiter werden in Dortmund und Stuttgart mit der Technologie und allem was dazu gehört vertraut gemacht. Eine weitere Mitarbeiterin erwirbt in Wien eine umfassende Qualifizierung im Bereich Hygiene und Qualität. Darüber hinaus sucht er Kontakte zu deutschen Mineralwasserproduzenten, damit seine Mitarbeiter in mehrmonatigen Praktika ihr Wissen und ihre Erfahrung erweitern können.
Wie man sieht, bedarf ein derartiges Engagement einer langfristigen, strategischen Herangehensweise. Dabei darf man sich nicht allzu sehr vom Tagesgeschäft und äußeren Einflüssen vereinnahmen lassen. Bei allem Geschäftssinn ist er eine beeindruckende Persönlichkeit geblieben. Wer sich davon überzeugen möchte, sollte eine Blick in das beiliegende Video werfen.

http://www.youtube.com/watch?v=aSBbBrJ7Mag 

Angekommen - Bewegst Du Dich

6. November 2010

Geld kannst Du in Banken (mit Personalausweis bzw. Pass) in Landeswährung umtauschen oder an einem der vielen Bankautomaten mit EC oder Kreditkarte abheben

Habt ihr dann das Geld in der Hand, kommt die Frage auf: “Wie gehe ich damit um?”

Um den täglichen Bedarf zu decken empfehlen wir die kleinen zahlreichen “Tante Emma Kioske” an jeder Strassenecke; sie haben (fast) alles und sind fast immer geöffnet

In Sarajewo zahlt immer nur einer die gesamte Rechnung, das typisch deutsche “jeder zahlt für sich selbst” gilt als unhöflich und geizig

Trinkgeld (egal ob Kellner, Taxifahrer,…ist nicht üblich

Den nicht selten auftretenden Bettlern (egal ob alte Frau oder Kindern) sollte man nichts geben, auch wenn sie Mitleid erregend auftreten, sie sind keine einheimischen und gehören zu organisierten Banden

Die ebenfalls das Stadtbild prägenden streunenden Hunde und Katzen möchten weder gefüttert, gestreichelt noch nach Deutschland importiert werden. Also lasst sie einfach links liegen

Wer auf die neuesten Kommunikationsmittel nicht verzichten kann oder will steht in fast jedem Cafe oder Bar Wireless Lan kostenlos zur Verfügung

Mobilnetz ist flächendeckend vorhanden (Vorwahl nach D 0049)

Öffentliche Toiletten sind vorhanden (Achtung: manche stammen noch aus dem osmanischen Reich und bestehen aus einem Loch im Boden) man kann aber auch die Toiletten in Bars und Cafes benutzen, auch wenn man nichst verzehrt hat - fragt einfach höflich.

Kommst Du An- Siehst Du - Fühlst Du

6. November 2010

Flughafen, Stadt und Häuser haben eine innige Verbindung miteinander; man landet direkt neben den ersten Gärten

Der Flughafen ist klein und überschaulich; man kann nicht verloren gehen

Dann kann man mit Bus oder Taxi (sehr empfehlenswert da unheimlich günstig) in ca. 20 Minuten in die Innenstadt fahren.

Der erste Eindruck ist allerdings sehr ernüchternd und erschreckend. Vorbei an hohen, teilweise zerfallenen Hochhäusern aus der kommunistischen Ära (Stichwort Plattenbauten) sind die Spuren des Krieges 92 -95 noch sehr deutlich sichtbar.

Teilweise oder ganz zerstörte Häuser sind Bestandteil des Stadtbildes, vor allem aber die in fast jeder vorhandenen Fassade befindlichen Einschusslöcher sind “lebendige” Zeitzeugen!

Je näher man aber dem Zentrum kommt, desto mehr kommt die Schönheit und die Vergangenheit der Stadt zum Vorschein. Und hier begleitet uns zum ersten Mal einer der wichtigsten Sätze der Einwohner:

SARAJEWO IST NICHT NUR 1992 - 1995

Steigt man dann in der Altstadt angekommen aus dem Beförderungsmittel aus, empfängt einen der Geruch von Rauch, glühenden Kohlen, offenen Feuer der unzähligen Cevapcici und Buregdzinica.

 

 

Bevor Du Fliegst - Denk Dran - Musst Du Wissen

6. November 2010

Keine Angst vor Sarajewo: Die Spuren des Krieges sind noch überall sichtbar, der Krieg ist jedoch schon lange vorbei! Die Einwohner Sarajevos leben in einer Vielfalt von Religionen friedlich miteinander.

Und ein Personalausweis (wirklich nur für deutsche Bundesbürger) reicht zur Einreise; ansonsten bitte mit Reisepass

 Insgesamt leben in der Stadt Sarajevo gut 300.000 Menschen, mit dem Umland ca. 500.000 

Mit Englisch, Deutsch und den Händen kommt man hier sehr gut zurecht.

Aber: Bitte lasst die typisch deutsche Touristen-Kleidung zuhause wie z.b. Tennissocken, Birkenstock, Bermuda Shorts, Hawaii Hemd,…. da die Menschen sehr auf Ihre Kleidung achten und sehr modisch und stilsicher angezogen sind.

Falls Ihr dennoch falsch (siehe oben) oder zu wenig eingepackt habt - Ihr könnt hier alles kaufen (von Apfelsaft bis Zinntöpfen) 

Klima:

Die Stadt liegt in einem Tal auf rund 500m und ist umgeben von Gebirge bis zu einer Höhe von ca. 2000m.

Dadurch ist das Klima gemässigt und gleicht dem deutschen Wetter!

Geld: offizielle Währung: HURRA die MARK lebt, verkleidet als “convertible”, und auch der damalige Wechselkurs zum Euro mit 1,95583 ist gleich

Für deutsche Verhältnisse ist das Leben hier relativ günstig (z.B. eine Männerportion Cevapcici kostet 6Km also ca. 3 Euro)

 

 

Zwei interessante Menschen in Sarajevo

6. November 2010

Auf der Suche nach der Touristeninformation sind wir auf einen 82 jährigen Professor Doktor Dzuvic gestoßen.
Zusätzlich konnten wir auf den jungen BWL Studenten Sani zählen, der uns mit seinem Insiderwissen tatkräftig unterstützte.
Der Doktor sprang bei unserer Suche nach der Touristeninformation als Dolmetscher ein - er arbeitet einige Jahr in Hannover. Auf unseren Hinweis, wir hätten jetzt Termine, entgegnet der Professor: Wir gehen jetzt erst mal einen bosnischen Kaffee trinken, kommen Sie…. Der Doktor entführte uns in eine originale Kaffee Stube in Sarajevo und die Reise begann.
Wichtigste Erkenntnis des Tages: Zeit ist in Sarajevo etwas anderes, als in Deutschland oder auch „Eile mit Weile“.
Der Doktor klärte uns auch über das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen auf. In Sarajevo leben Moslems, Juden, Christen und Orthodoxe Christen friedlich zusammen. Der Schlüssel ist Respekt. Dies habe ihn seine Mutter gelehrt. Er müsse zu anders Gläubigen besonders freundlich und respektvoll sein, um ihnen zu zeigen, dass seine Religion ebenfalls respektiert werden darf. Diesen Respekt, gepaart mit Gastfreundlichkeit die sich in der Einladung zum Kaffee ausdrückte, durften wir direkt erfahren. Der Doktor erzählt uns, freundlich und ruhig, in gutem Deutsch, die Geschichte seiner Familie, die seit 300 Jahren in Sarajevo lebt. Seine Kriegsgefangenschaft verbrachte er gemeinsam mit dem ehemaligen Präsidenten Izetbegovic. Sein Onkel,  Adil-Beg Zulfikarpasic gründete ein Institut, in dem die kulturellen Schätze Bosniens gesammelt werden, das Bosniac Institue.
Zur Verabschiedung zeigte uns der Professor noch die erste öffentlich Toilette in Bosnien (Bild 1) diese wurde 1530 erbaut, 1992 im Krieg zerstört und 2001 wieder aufgebaut. Dies als Zeichen der kulturellen Geschichte des Landes. 1530 wurde in unseren Breitengraden die Notdurft noch sehr rudimentär verrichtet.
Dann übergab uns der Professor dem Studenten Sani, der uns zum Institut (Bild 2-5) führt.  Das Institut wurde gegründet, um die bosnische Geschichte, Kultur und Vielfalt zu bewahren und weiterzugeben. Es wurde 1988 von dem bosnischen Banker Adil-Beg Zulfikarpasic in Zürich gegründet und 2001 nach Sarajevo umgesiedelt. Es beinhaltet eine Bibliothek, Manuskripten, Karten, Gemälde, kurzum das kulturelle Herz des Landes.
Der aufwendig restaurierte Bau, eine Mischung aus Haman (des Gebäude beherbergte ehemals tatsächlich ein Haman), Moschee und Guggenheim Museum ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die prachtvolle Vielfalt spiegelt sich in Gemälden, Teppichen, Trachten und kunstvollen Möbeln wieder und machen die (kostenlose) Besichtigung zu einem beeindruckenden, ja demütigen Erlebnis.
Die über 100.000 Bücher umfassende Bibliothek beherbergt unter anderem die weltweit größte Sammlung über den Krieg aus den 90iger Jahren. Alles was weltweit hierzu publiziert wurde und wird, ist hier nachgehalten. Die Bibliothekarin, Selma, wie uns zum Abschied auch noch auf die Underground Tango und Poetry Szene Sarajevos hin. So finden beispielsweise im Cafe Tito (Bild 11) jeden Samstag Lesungen statt. Darüber hinaus findet alljährlich neben dem internationale Jazz Festival auch das größte Filmfestival des Balkans in Sarajevo statt.
Auf unserer Entdeckungsreise haben wir festgestellt, dass die Spuren des Krieges in sehr vielen Facetten immer noch sichtbar sind und Gedenkstätten für die Opfer ein fester Bestandteil des Strassenbildes. So das Mahnmal (Bild 7) für die 1600 getöteten Kinder (Ulica  Marsala Tita ) und die Brücke (Bild 8) , auf der die ersten Opfer des Krieges zu beklagen waren.
Der Präsidentenpalast (Bild 9) an der Ulica Tita ist ein beeindruckendes Gebäude und liegt auf dem Weg zum Landesmuseum (Bild 10) aus der K&K Zeit. Vor dem Museum sind mittelalterliche Grabsteine ausgestellt, aus deren Inschriften die Überlieferungen der mittelalterlichen Geschichte Bosniens abzulesen  sind.
 

Shopping in Sarajevo

6. November 2010

Shopping in Sarajevo heißt:”… es ist für jeden etwas dabei…” !

Genießen Sie Ihren Einkaufsbummel am besten zu Fuß, so nehmen Sie im vorbeigehen die unterschiedlichen Kulturen wahr, welche Sarajevo in den letzten Jahrhunderten beieinflusst haben und bis heute erhalten geblieben sind.

Lassen Sie sich einfach treiben und beginnen Sie am besten in der orientalisch geprägten Altstadt .

Fühlen Sie sich ein bisschen wie in 1000 und einer Nacht. 

In engen Gassen mit historischen Kopfsteinpflaster schlendern Sie an verschiedenen kleinen Läden vorbei, die Ihre Waren feil bieten.Sie finden hier viel alte Handwerkskunst. Eine komplette Straße, die sogenannte “Kupferstraße”, Ulica Kazandznuk, in der Sie traditionelle von Hand hergestellte Kupferarbeiten z.B. Kaffeeservices und Kaffeemühlen.Weiterhin gibt es hier die traditionellen Wasserkaraffen und nicht zu vergessen die Wasserpfeifen, zur heimischen Dekoration oder auch zur eigenen Nutzung .

P.S.In vielen Kaffees können Sie diese auch vor Ort probieren :o )

Aber Achtung nicht alles was feil geboten wird ist auch wirklich vor Ort per Hand hergestellt !

Doch die Altstadt bietet noch mehr und zeichnet sich durch eine Vielfalt kleiner Fachgeschäfte aus.

Als Mitbringsel für zu Hause bieten sich Ihnen hier bunte Schals, Tücher, Pashminas,Taschen und Schmuck an …

Wer es mag, findet hier auch “Fakes” jeglicher Art.

Es herrscht Bazarfeeling….jedoch unaufdringlich, angenehm und sympathisch… 

Sie treffen in der Altstadt auf alte und junge Einwohner Sarajevos, die in den vielen kleinen Geschäften die Dinge des täglichen Bedarfs erwerben.

Hierzu zählen Tages und Nachtwäsche, Kurzwaren, Gewürze, Backwaren, leckere Süssigkeiten, Spielzeug, Schuhe, traditionelle Hausschuhe, sowie Medikamente und Drogerieartikel, welche in kleinen urigen Apotheken angeboten werden. Eine weitere Besonderheit ist das noch gelebte Schneiderhandwerk. Hier können Sie aus einer Fülle von bunten Stoffen wählen und sich ihr individuelles Kleidungsstück gestalten lassen.

Lassen Sie sich von den äusseren Fassaden der Läden nicht täuschen, da diese den Inhalt oftmals nicht erahnen lassen.

Einheimische Mitarbeiter beraten Sie sehr freundlich und zuvorkommend.

Der Übergang von der Altstadt zur modernen Einkaufsmeile ist fließend und endet mit dem Kopfsteinpflaster.Sie gehen von der Ulica Saraci in die Ulica Ferhadija.

Wir verlassen die orientalische Welt und finden uns in der europäischen Welt wieder.

Hier finden Sie alles, von typischen Filialketten über exklusive Marken bis hin zu einheimischen Marken, sowie Banken, falls Sie Geld tauschen möchten.

Im weiteren Verlauf der Einkaufsstraße, mit Ihren Shops rechts und links, erreichen Sie den neuen beliebten “Einkaufstempel”, das moderne BBI Center.

Das BBI Center ist ein neues Geschäfts-und Einkaufszentrums mit über 40000 m² Verkaufsfläche im Herzen von Sarajevo. Moderne Architektur und klares Design prägen das Centerbild. Das BBI verfügt über einen Supermarkt, Arzt, Beauty Center, Friseur, Fitnessstudio,Geldautomaten, Banken, Restaurants, Cafés, Spielzimmer und viele Luxusboutiquen. Sollten Sie mit dem Auto nach Sarajevo reisen, bietet Ihnen das BBI mit 464 Parkplätzen die größte Tiefgarage in der Stadt.

In Gesprächen mit den Einheimischen von Sarajevo favorisierten die Jüngeren klar das BBI mit seiner Vielfalt an Shops, Freizeitmöglichkeiten und als Tip, dem tollen Cafe im 5.Stock, berühmt für seine Torten!!!

Geheimtipp und der absolute Renner ist der Taschenladen Carpisa!

Die ältere Bevölkerung bevorzugt zum Einkaufen, als Fazit aus unseren Gesprächen, zwei verschiedene Märkte. Für Obst, Gemüse, Nüsse, Fisch und landestypische Produkte besuchen die Einheimischen den sogenannten Pijace Markale.

Sie finden diesen in der Ulica M.M.Baseskije, schräg gegenüber der katholischen Kathedrale (Rückseite).

Der Markt ist fantastisch!

Ein frischer Geruch nach natürlichen Produkten liegt in der Luft. Die farbenfrohe Vielfalt verführt zum Kosten und Kaufen. Erleben Sie die Einheimischen bei ihrem Wochenendeinkauf am frühen Samstag und mischen Sie sich unter das Volk.

Ein weiteres Highlight ist der Kleidermarkt Pijaca Sirano. Diesen finden sie in der Ulica Marsala Tita. Gehen Sie am “ewigen Feuer”vorbei und biegen nach 10m rechts in eine schmale Gasse ein. Das Angebot umfasst überwiegend günstige modische Bekleidung in guter Qualität zu TOP- Preisen.

Ein Bummel lohnt sich!

Die Verkäuferinnen sind sehr freundlich und stets hilfsbereit.

Warum nicht einmal ein textiles Andenken?

Insgesamt ist die Bevölkerung sehr modebewusst und lebensfroh … egal in welcher Altergruppe.

Wir können Sarajevo zum shoppen nur empfehlen.

Viel Spass bei der individuellen Erkundung.

Essen und Trinken in Sarajevo

6. November 2010

Sarajevo is(s)t nicht nur Cevapcici 

Wer beim Essen in Sarajevo nur an Cevapcici denkt liegt völlig falsch - obwohl - ein Geheimtipp gleich vorweg, die besten aller Cevapcici findet man im Zeljo 2(Kundurdziluk B.B.). Beim Schlendern durch die engen Gassen der Altstadt muss man hier einfach reinschauen. Die Cevapcici werden direkt in der offenen Kueche gebraten. Der herrliche Duft regt den Appetit an. Dazu trinkt man traditionell Kiselo Mlijeko (Trinkjoghurt). Wie einem Foto an der Wand zu entnehmen ist weiss auch der international erfolgreiche Fussbaltrainer Ivica Osim um die Vorzuege dieses Lokales.

…auf der Suche nach dem typisch Bosnischen 

Ein weiteres Geheimnis das wir unbedingt lüften wollen heisst DVERI. Dveri ist ein kleines, heimeliges Altstadtlokal in dem man sich gleich wohlfühlt. Auch das Auge wird hier belohnt. Das ganze Restaurant verliert sich in verspielten Details die alle nur eines wollen - Appetit machen! Der Ober spricht perfekt deutsch und nimmt sich gerne die Zeit Speisen und Hintergruende zu erlaeutern. Die Speisekarte ist übersichtlich - alles wird frisch zubereitet und mit viel Liebe angerichtet. Auf Wunsch und mit einer Vorlaufzeit von einem Tag wird ein fünfgaengiges, typisch bosnisches Menü bereitet. Man startet mit einer Hühnersuppe, geniesst dann Dolma, das gefüllte Gemüse, sticht weiters in Pita, der mit Fleisch, Käse oder Gemüse gefüllte Kuchen und rundet dann alles mit süssem Baklava ab. Dazu wird inländischer Wein gereicht und wer möchte verdaut alles mit einem Selbstgebrannten - Birne ist hier sehr zu empfehlen!

Frische über alles!

Hinter der wunderschönen Kathedrale von Sarajewo liegt der Wochenmarkt, welcher einen Besuch wert ist. Hier herrscht Lebendigkeit wie man es sich auf einem Markt erwarten darf. Umringt von frischen Früchten, allerlei Gemüse, orientalischen Gewürzen wird sogar frischer Fisch feil geboten. 

 Mit der Seele baumeln…

kann man in den unzähligen Kaffeehäusern  der Altstadt. Köstliche Mehlspeisen aller Arten, auch mit osmanischen Einflüssen werden hier geboten. Sich für einen Favoriten zu entscheiden ist hier schwierig weil es eine wahre Fülle an Kaffeehäusern gibt. Empfehlenswert auf jeden Fall - der bosnische Kaffee der in kleinen Tassen getrunken wird und so unverfälscht schmeckt, dass er klar als Sieger hervor geht. Aber auch der Moderne wird in Sarajevo Rechnung getragen. Im beeindruckenden BBI-Tower, in der letzten Etage geniesst man teils im Freien auch noch die herrliche Aussicht, lässt den Blick über die nahen Berge schweifen und hat das Gefühl Sarajevo läge einem zu Füssen.

 Herzhaftes für die Schlemmer

Wir staunten nicht schlecht, als wir einer einheimischen Köchin beim Grillen von Fleisch und Gemüse zusehen durften, da hier die Hitze von oben kommt. Die Zutaten kommen wie gewohnt in die Pfanne, doch der Deckel der aufgesetzt wird ist mit glühenden Kohlen belegt, womit ein ungewolltes anbraten am Boden durch zu viel Hitze vermieden wird. Nicht nur ausgesprochen clever und interessant anzuschauen, sondern auch köstlich im Geschmack.

Kulinarisches Souvenier….

Möchte jemand nicht nur Eindrücke mit nachhause nehmen, bieten sich die meist kleinen aber feinen Gewürzläden an. Schon beim Betreten beeindrucken die unterschiedlichen Düfte und Gerüche. Alles wird offen angepriesen und somit entscheidet jeder selbst in welchem Ausmass er seine Lieben in der Heimat beschenkt.

Abschliessend lässt sich sagen: Sarajevo bietet ein kulinarisches Feuerwerk. Jeder kommt hier auf seine Rechnung und es gibt keinen Grund Sarajevo nicht zu besuchen!

 

 

 

Wirtschaft

6. November 2010

Sarajevo ist das Wirtschafts- und Industriezentrum von Bosnien-Herzegowina. 

Als Tourist kommt man mit vielen Produkten in Berührung, die von hier heimischen Unternehmen hergestellt werden. 

 

Die Menschen aus Sarajevo sind stolz auf Ihre Wirtschaft, die während des Krieges fast vollständig zum Erliegen gekommen ist und nun einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt liefert. 

 

Die schmackhaften Cevapcici, der erfrischende Trinkjoghurt, das kühle Bier und die würzigen Zigaretten entstammen Firmen, die in Sarajevo produzieren. Sie sind aus dem Alttag nicht wegzudenken, denn man begegnet ihnen an jeder Straßenecke. Es lohnt sich, einen Blick auf die Unternehmen zu werfen, die die einheimische Bevölkerung und die Touristen mit Waren versorgt. Das Mittagessen in der Altstadt: Fladenbrot gefüllt mit Cevapcici, dazu einen Trinkjoghurt. Woher kommen diese Lebensmittel, die so typisch für das Land und die Stadt Sarajevo sind? Ganz einfach, sie werden wenige Kilometer vom Stadtzentrum produziert und finden dann ihren Weg in die Restaurants, wo sie von Einheimischen und Touristen gleichermaßen genossen werden. Während Sie sich die saftigen Fleischröllchen im Munde zergehen lassen, möchten wir Ihnen  einige Informationen über die Industrie liefern, die dieses Nationalgericht herstellt. 

 

Das Fleisch entstammt der größten fleischverarbeitenden Fabrik des Landes. Die Firma Ovako produziert diese direkt vor den Toren der Stadt. Sie ist der größte Fleischproduzent in Bosnien-Herzegowina und beschäftigt ca. 250 Mitarbeiter. Neben den bereits erwähnten Fleischröllchen wird dort rund um das Schwein und Rind produziert. Werksbesichtigungen sind nach Terminabsprache möglich. Kurze Lieferwege garantieren höchste Frische und Qualität des Fleisches. Man schmeckt es förmlich, dass hier mit viel Herzblut und Leidenschaft gearbeitet wird. 

Die Cevapcici werden für gewöhnlich in einem Fladenbrot serviert, das frisch gebacken wird. Auch die Zutaten für das Brot werden direkt in der Stadt produziert. Das Unternehmen Klas zeichnet sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Backwaren verantwortlich. 

 

Das Gericht wird üblicherweise mit einem gekühlten Trinkjoghurt oder einem Softdrink eingenommen. Auch diese Produkte sind heimischen Ursprungs. Sie werden durch die Firma Teloptic hergestellt. (Dieser Name hat nichts, wie man vermuten könnte,  mit Optik zu tun) Neben der Produktion von Softdrinks und Milchprodukten, ist die Firma noch exklusiver Vertriebspartner der bekannten Unternehmen Sinalco, Nestlé und Colgate-Palmolive. Die Firma befindet sich in Privatbesitz, sie wurde 1952 gegründet und beschäftigt 750 Mitarbeiter und ist technisch auf dem neuesten Stand. Die Firma besitzt eine eigene Farm mit über 1000 Holsteiner Kühen, die aus Deutschland und Dänemark importiert worden sind. Für die Schleckermäuler unter Ihnen: Ab 2012 wird hier auch Eiscreme produziert. 

 

Nach dem üppigen Mahl werden die Raucher unter Ihnen sicherlich eine Zigarette genießen. Interessanterweise befindet sich in Sarajevo die größte Zigarettenfabrikation in Bosnien. Es handelt sich hierbei um die 1880 gegründete Firma Fabrika Duhana Sarajevo. Das Firmengebäude ist weithin sichtbar, da es gelb gestrichen ist und eine imposante Größe aufweist. Das Unernehmen beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter und ist Marktführerin in Bosnien-Herzegowina. Die Produkte der Tabakfabrik werden nach Ägypten, in die Türkei und bis nach Japan exportiert. Wer sich für die Herstellung von Zigaretten interessiert, kann nach Terminabsprache eine Werksbesichtigung erleben. 

 

Nach einem erlebnisreichen Tag in und um Sarajevo macht man gerne mit einem gut gekühlten Pivo (Bier) Bekanntschaft. Selbstverständlich stammt auch dies aus heimischer Produktion. Die Brauerei befindet sich im Stadtzentrum und hat während der Belagerung der Stadt. Von 1992 bis 1995 eine besondere Stellung eingenommen, da sie durch ihre Quellen die Stadt mit Trinkwasser versorgt hat. Neben der Bierherstellung werden auch Softdrinks und Mineralwasser abgefüllt. Angeschlossen an die Brauerei ist ein Restaurant, dazu mehr im Part „Küche“. Das Unternehmen beschäftigt rund 650 Mitarbeiter. Brauereibesichtigungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich. 

 

Dieser Auszug der Wirtschaftslandschaft Sarajevos ist für die einheimische Bevölkerung ein wichtiger Faktor, da hier Tradition und Innovation in Harmonie vereint sind.



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